ÜBEN

Ein Fortschritt beim Erlernen jeglicher Fähigkeit, auch der des Klavierspielens, ist auf Dauer nur mit Lernen bzw. Üben möglich ist. Dieses ist Voraussetzung für Entwicklung, Erfolg und Freude, woraus wieder erneut Lust und Bereitschaft, regelmäßig zu üben, resultieren - ein positiver Kreislauf! Oder andersherum: Wenn nicht geübt wird, geht es nicht weiter, gibt es keine Entwicklung und damit verbunden Enttäuschung und Lustlosigkeit - ein negativer Kreislauf.

Für jeden Schüler gilt - ob jung oder alt: Es muss regelmäßig, d. h. quasi täglich, geübt werden. Für die kleinen Anfänger heißt dies zunächst 10 Min./täglich. Die Übezeit wird sich ganz natürlich steigern einhergehend mit der Entwicklung und wachsenden Konzentrationsfähigkeit des Schülers und auch mit der Schwierigkeit und Länge der zu spielenden Klavierstücke.

„Keine Lust“: Jeder kennt das Gefühl. Jeder weiß auch um die Disziplin und Kraft, die es kostet, sich dennoch daranzusetzen, sich selbst zu motivieren. Der Erfolg ist die beste Belohnung und führt zugleich zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins.

Einer der Schlüssel, Disziplin und Lust zum Üben zu finden, liegt sicher im „Wie“ des Übens. Ich sehe es als eine zentrale Aufgabe meines Unterrichtens an, dem Schüler zu vermitteln, „wie“ zu üben ist, um den anstehenden pianistischen Problemen zu begegnen. Der Schüler erfährt, „wie“ er die von ihm fürs Üben eingesetzte Zeit wirklich sinnvoll und effizient nutzt. Denn nur dann, wenn Übezeit erfolgreich umgesetzt wird und zum Ziel führt, ist Üben motivierend.